Hüttenaufstieg im Winter von Bristen

Der Aufstieg von Bristen ist vorwiegend wegen der unkomplizierten Anreise von Norden interessant. Wer die Besteigung des Oberalpstocks plant mit der Abfahrt über den Stalden- oder Bächenfirn, kommt auf interessante Weise zurück an den Ausgangspunkt. Wer über den Oberalppass zurückkehrt, sollte in Erwägung ziehen, das Auto in Amsteg zu parkieren und mit dem Postauto nach Bristen zu gelangen.

Anreise:
Mit der Bahn und per Postauto nach Bristen bis zur Golzernseilbahn Talstation. (Endstation der Postautolinie)
Für die Anreise mit dem Privatauto stehen bei der Golzern Talstation Parkplätze zur Verfügung. Die Fahrstrasse ins Etzlital ist bewilligungspflichtig und kann bei offener Strasse mit dem Alpentaxi befahren werden. Reservation unter 041/883 14 80

Dauer: 3½ – 4 Stunden. 2 – 2½ Stunden ab dem hinteren Etzliboden

Höhendifferenz:
1220m ab Golzern Talstation, 700m ab hint. Etzliboden

Hangrichtungen: N – NE

Hangneigungen:
Ab dem hinteren Etzliboden teilweise über 35°

Routenbeschrieb:

Vom Parkplatz und der Postautoendstation Golzern 832m folgt man den Wegweisern auf der befestigten Strasse zur Herrenlimi 1028m. Bei wenig Schnee kann man zu Fuss auf dem Wanderweg, welcher direkt bei der Talstation steil beginnt, aufsteigen.
Ab der Herrenlimi folgt man der Alpstrasse ins Etzlital, bis auf der rechten Talseite das grosse Alpgebäude des hinteren Etzlibodens 1329m erblickt. Ist man spät unterwegs, sollte man beim vorderen Etzliboden auf die rechte Talseite wechseln.
Ab dem hint. Etzliboden ist es bei weinig Schnee vorteilhaft, anfänglich dem Sommerweg auf der rechten Talseite zu folgen. Am Ende der langen Linksquerung folgt eine Spitzkehre (Sommerweg auf ca 1540m) nahe am Etzlibach. Hier kann gut auf die linke Seite gewechselt werden.
Wenn genügend Schnee liegt und die grobe Geröllhalde auf der linken Talseite gut eingeschneit ist, kann man gut östlich vom Bach über die erste Steilstufe zum Rossboden 1652m gelangen. Von dort überwindet man den Gulmenstutz bis Gulmen 1897m, über den grossteils mit Schnee bedeckten Etzlibach. Jetzt ist erstmals die Fahne der Etzlihütte zu erblicken. Über eine weitere Stufe steigt die Route zur Müllersmatt 1987m an. Jetzt noch unter der Hochspannung hindurch und über den Felsrücken zur Hütte.

Kartenmaterial:

1:25’000 Amsteg 1212 / 1:50’000 Disentis 256 S

Führer:
Alpine Skitouren Zentralschweiz – Tessin (Route 10a / S.48)
Skitouren Zentralschweizer Voralpen und Alpen (Route 81a / S.438)
Gamin Map Source Datei
Overlay für Map 25
Die Trackaufzeichnungen im Winter dienen nur als grober Anhaltspunkt. Die Routenwahl muss immer den aktuellen Verhältnissen angepasst werden.

Material:
Standard Skitouren- oder Schneeschuhausrüstung, Harscheisen

Gefahren:
Bei kritischer Lawinensituation ist der Aufstieg von Rueras über Mittelplatten oft besser. Die sehr steilen Lawineneinzugsgebiete über dem Etzlital können nur schwer beurteilt werden. Ab dem hinteren Etzliboden ist die rechte Talseite (Sommerweg) vorsichtig zu beurteilen. Achtung, der Staudenbewuchs vermittelt eine falsche Sicherheit.
In der Region Rossboden kann es zu Eisschlag kommen von den teils mächtigen Eisfällen links oberhalb der Route.
Zwischen Rossboden und Gulmen muss der zugedeckte Etzlibach oft überquert werden. Vorsicht im Frühjahr!